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| bastard operator from hell | ||
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Der Kneipenbesuch des PJ, der junge Schönheiten sehen will, gleicht einem Überraschungsangriff. Und das ist nur der Anfang ...
Ich lande früh am Arbeitsplatz (nun, rechtzeitig zum morgendlichen Tee), um herauszufinden, daß einer unserer Router über Nacht ausgefallen ist und es nötig war, den PJ zu rufen, um ihn wieder zu starten. Und da der Chef etwas gegen Überstunden hat, muß der PJ nun die entsprechende Zeit abfeiern, statt dafür zusätzlich bezahlt zu werden. Zumindest ist das die offizielle Version. Die vom B.O.F.H. interpretierte Version sieht so aus: Der PJ hat die Nacht mit Alkoholmanövern verbracht, den Fahrplan der Metro vergessen und mußte mit einem Taxi heimfahren - nur hatte er sein gesamtes Geld dabei verbraten, sich zu besaufen. Also packte er die Gelegenheit beim Schopf, seine Unkosten als nächtliche Wartungsarbeit abzurechnen und sich nebenbei noch Zeit zu verschaffen, um sich von den Strapazen der nächtlichen Kämpfe zu erholen. Plan 17b aus dem Großen Buch der Entschuldigungen: Schalte ein wichtiges Gerät aus, warte eine Stunde und schalte die Maschine wieder ein. Rufe dann ein von der Firma bezahltes Taxi für die Heimfahrt und feiere die Überstunden am nächsten Morgen ab ... Ich prüfe das oberste Fach im Schreibtisches des PJ, falls er sich während seines ´Nachteinsatzes´ wirklich genötigt sah ´Daten hochzuladen´, doch alles sieht gut aus, also setze ich mich, um die Zeitung zu lesen. Ein paar Stunden später stolpert der PJ herein, sein Gesicht sieht aus, als sei es als Türklopfer benutzt worden. Schließlich erfahre ich die Geschichte vom PJ - er war in der Nacht in einem Pub um ´Vögelchen zu beobachten´ und folgte einer ´Einladung´ zu einem mitternächtlichen Cocktail-Trinkgelage. Gereizt durch einen Tom Cruise-Verschnitt hinter der Theke sah er sich genötigt, ein Streichholz anzuzünden und es in den Ausguß für alkoholische Getränke zu schnippen ... ein Verhalten, das der große Prahlhans gar nicht als akzeptieren wollte. So ist man wohl, wenn man diese Art Arbeit macht. Erwartungsgemäß fühlt der PJ sich nicht besonders gut und es wäre unserem Ruf bestimmt nicht förderlich, wenn ich ihn mit der Liste der Nutzer, denen nicht mehr zu helfen ist, losschickte ... Also, warum nicht? "Ah, hier ist die Liste der Nutzer mit unbrauchbarer Technik, über die ich gestern sprach - wenn sie sie besuchen und sich um ihre Probleme kümmern könnten ..." Ich bin überzeugt, er weiß die Gelegenheit zu schätzen, die ich ihm verschafft habe, um mit einen Nutzer über die Schwierigkeiten der korrekten Einstellung von Kontrast und Helligkeit bei seinem Monitor zu diskutieren ... Ich hole mir das Bild der Überwachungskamera, die eine der Kabinen in der vierten Etage zeigt, auf den Monitor, um zu sehen, wie er sich schlägt ... "Also werden ihre Termine immer eine Stunde später angesetzt als bei den anderen?" "Ja. Glauben sie, daß das mit den Zeiteinstellungen zusammenhängt?" "Schon möglich", murmelt der PJ langsam. "Aber wir sollten dieser Sache wirklich auf den Grund gehen und nicht nur die Symptome bekämpfen." "Könnte es an der Sommerzeit liegen?" fragt der Nutzer hilfsbereit. "Nein, das ist nur eine kleine Komplikation. Der wahre Grund dürfte darin bestehen, daß es dem System nicht möglich ist, die festplattenbasierten Daten für die Zeitzonenkonfiguration zu finden." Aha, Finden und Festplatte im gleichen Satz - er will die gute alte F(ind)DISK-Lösung versuchen. "Könnte es nicht die RAM-Batterie auf dem Motherboard sein?" "?" blickt der PJ den Nutzer an und denkt über einen noch teuflischeren FDISK-Plan nach. "Sie wissen schon, die Batterie, die die Uhr weiterlaufen läßt." "Nun, wenn es das wäre, würde die Einstellung der Uhr bei jedem Start zurückgesetzt werden." erklärt der PJ. "Oh." "Wissen sie, es könnte ein Kapazitätsproblem der Batterie sein!" "Batteriekapazität?!" "Ja, sie kennen doch den Speichereffekt bei Nickel-Cadmium-Akkumulatoren, der mit dem Eigenwiderstand der Batterie zusammenhängt?" sagt der PJ und appelliert sichtlich an den ´technischen Verstand´ des Nutzers. "Oh, ja." "Nun, Batterien haben ebenfalls eine Kapazität, speichern also praktisch eine gegenpolige Spannung, die die Nutzspannung der Batterie verringert, wenn ihre Maschine abgeschaltet ist, was sich dann in einem verringerten Spannungsunterschied äußert." DUMMY-MODUS EIN! "Duh-huh." "Was kann man da tun?" "Nun, für solche Fälle habe ich einen Spannungsverstärker in meinem Büro, der die falsche Kapazität der Batterie beseitigen kann ..." Fünf Minuten später ... "Ist das kein Stroboskop mit einem Kabelende da, wo sonst die Lampe ist?" "Ha ha ha", lacht der PJ. "Nein, aber ich muß zugeben, daß es beinahe so aussieht. Doch das ist nur ein ... Kapazitäts-Schutzschild." "Oh." "Und nun verbinden wir nur noch diese Kabel, etwa so, schließen den Kapazitätsverstärker an und schalten ihre Maschine ein ... treten sie zurück ... und schalten das Kapazitätsschild ein ..." Eine kleine Explosion später ... "Zum Glück haben wir den Übeltäter ausgemacht!" keucht der PJ. "Diese Batterie scheint wirklich für die Probleme verantwortlich gewesen zu sein." "Aber meine Maschine ist ruiniert!" "Nein, ist sie nicht - sehen sie, der Prozessor macht sich gut als Anhänger! Und diese DIMM-Speicher sehen bestimmt gut aus, wenn sie sie in ein Mobile einbauen!" "Ab ... Aber ..." "Nein, nein, danken sie mir nicht - seien sie glücklich, daß wir den Fehler rechtzeitig beseitigt haben! Oh!" Er hat den Laptop auf dem Schreibtisch des Nutzers entdeckt. "Hat ihr Laptop das gleiche Problem?" "NEIN!" ruft der Nutzer niedergeschlagen und preßt den Laptop an seinen Körper. "Nun, dann kann ich ja gehen." Und wieder ein unzufriedener Nutzer ... |
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© Simon Travaglia, 14.04.1999, Übersetzung: thomas w., 2000. |
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