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| bastard operator from hell | ||
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Aufgeben oder Kürzungen seines Budgets hinnehmen - was wird der B.O.F.H. tun? Nun, mit der Hilfe von Eis und Ausrüstung für Ausgrabungen ...
Man kann sich unentdeckt immer nur eine bestimmte Zeit vor seinen Aufgaben drücken. Und so haben wir nun die Anweisung bekommen, uns mit dem mittleren Management zu versöhnen, da sonst unser Budget gekürzt wird. Ich kann es nicht erlauben, daß das Budget für verschiedenste Ausgaben zur Steigerung meines Wohlbefindens gekürzt wird - nicht nach den vorausgegangenen Kürzungen, die ich in den vergangenen Monaten wegen der erhöhten Aufmerksamkeit der Rechnungsprüfer vornehmen mußte. Der PJ und ich entscheiden uns für die ´Teile und Herrsche-Methode´, um uns mit den Nutzern auszusöhnen. Ich schreite aufgeweckt zum ersten Beschwerdeführer, einem Kostenmanager, der wohl über recht lockere Verbindungen zu den Erbsenzählern verfügt. "Ich habe Leistungsprobleme", schreit er verzweifelt, als ich hereinkomme. "Ja, ich habe die Gerüchte gehört", antworte ich und bringe das, was wie eine knospende Beziehung zwischen ihm und seiner jungen persönlichen Assistentin aussieht, zu einem vorschnellen Ende. "Aber machen sie sich keine Sorgen, das passiert schließlich auch den Besten unter uns. Und was ist nun mit ihrem PC?" "Ich habe über meinen Computer gesprochen!" ruft er. Er führt mich in sein Büro, wo ich feststelle, daß nicht einmal die Erbsenzähler ihn besonders mögen, denn sein PC ist so alt, daß der Vorderseiten-Aufkleber in der Handschrift Noahs beschrieben wurde. Ich empfinde ein wenig Mitleid für ihn. "Das sieht nach einem Magnum-Problem aus." sage ich. "Doch nicht das Gewehr?" fragt er ängstlich. "Nein, das Eis. Schieben sie es hinten in das Gehäuse, schalten sie den PC ein und verschwinden sie zum Mittagessen. Und entfernen sie alles Brennbare vom Tisch, denn man weiß ja nie ..." "Aber man wird mich beschuldigen." "Nicht, wenn sie die Verpackung im Mülleimer ihrer Assistentin liegenlassen." "Aber sie ist ..." "... ersetzbar." sage ich. Problem gelöst, also suche ich mein nächstes Opfer. Auf der Suche treffe ich den PJ, der in keiner guten Verfassung zu sein scheint. "Wie war der Manager der Entwurfs-Abteilung?" frage ich. "Ein Manager? Der konnte nichtmal ohne schriftliche Instruktionen die Toilette aufsuchen." "Verärgert?" "Ja, er hat von mir verlangt, daß ich eine dieser verdammten Workstations mit zwei 21 Zoll-Monitoren nach unten trage." "Ah ja", rufe ich und erinnere mich an die lauten Geräusche, die ich erst jüngst hörte. "Also ist es wohl besser, das Treppenhaus im Südflügel in der nächsten Zeit zu meiden, oder?" "Die beiden untersten Etagen und das Kellergeschoß. Ich habe sie nach unten fliegen lassen, ohne das Geländer zu berühren." "Guter Schuß, Kamerad!" rufe ich zustimmend und klopfe ihm auf die Schulter. "Wir werden noch einen guten Administrator aus ihnen machen. Richtig, ich muß jetzt gehen und schauen, womit ich dem IT-Chef helfen kann." "Sie suchen unseren Chef? Wieso?" will er wissen. "Möglicherweise braucht er einen guten Rat." "Wirklich?" grinst der PJ mit glänzenden Augen. Ein paar Minuten später stehe ich im Büro unseres Abteilungsleiters und ahne langsam, was er will. "Wir denken daran, unseren Wirkungskreis zu erweitern und nach Asien zu expandieren", meint er und bestätigt meine Vermutungen. "Dazu brauchen wir dringend dieses Videokonferenzsystem." Es war nur eine Frage der Zeit. Und es scheint, als sei der Zeitpunkt jetzt gekommen. Noch bevor der PJ und ich es richtig wissen, sollen wir die Bandbreite freigeben, die wir dazu nutzen, das Kabel-TV aus den Staaten zu empfangen. "Ja?" murmle ich. "Ich habe gute Dinge über etwas gehört, was sie IP-Tunnelung nennen. Ich weiß nicht, was die Vor- oder Nachteile sind, also, was können sie mir darüber erzählen?" "Nun, es ist eine Methode, den Internet-Datentransfer von einem Punkt zu einem anderen zu realisieren. Man nutzt es, um Virtuelle Private Netzwerke aufzubauen." Ich schalte in den Idioten-Modus. "Ist es schnell?" "Oh, natürlich." "Wie teuer kann es werden?" "Nun, das Kabel dürfte ziemlich billig sein, da wir alles nötige bereits haben. Ich denke, daß die Ausrüstung für das Graben am teuersten sein wird." "Ausrüstung?" "Ja, wir müssen einen Tunnel nach Asien graben." "Aber wir können keinen Tunnel nach Asien graben. Das würde Jahre dauern." "Nein, nein." lache ich. "Das war ein Scherz." "Oh, Gott sei Dank." "Nein, wir müssen nur einen Tunnel zur nächsten Vermittlungsstation der Telefongesellschaft graben, die etwa eine halbe Meile entfernt ist. Das dürfte uns vier oder fünf Tausender für die Miete kosten." "Vier- oder fünftausend?" "Nun, wir könnten sicher ein wenig sparen, wenn wir sie bar bezahlen. So etwa dreitausend, denke ich. Und wir müßten unseren eigenen Projekt-Manager stellen." "Wo bekommen wir den her?" "Nun, es gibt Gerüchte, daß es da eine Assistentin in der Finanz-Abteilung gibt, die sich nach einer neuen Aufgabe umsieht. Ich würde eng mit ihr zusammenarbeiten, um das Projekt zu beaufsichtigen." "Tun sie das." ruft der Chef wie ein richtiger Star Trek-Spezialist. Hol mich rauf, Scotty! Auf diesem Planeten gibt es kein intelligentes Leben. |
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© Simon Travaglia, 11.03.1998, Übersetzung: thomas w., 2000. |
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