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| bastard operator from hell | ||
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Der Chef versucht erneut, den B.O.F.H. und den PJ zu vetreiben. George, einige Biere, ein Reißwolf und ein paar potentielle PJs treten auf ...
Nachdem ich einige Stunden (und Biere) brauchte, um herauszufinden, was wirklich gespielt wird, fühle ich mich an diesem Morgen etwas unwohl. Es scheint, als hätte George, unser Spezialist für Reinigung und Reparaturen, ein erschütterndes Gespräch zwischen unserem Chef und dem IT-Chef mitgehört. Sie haben vor, dem Geschäftsführer einen Gefallen zu tun, um ihn auf ihre Seite zu ziehen und den PJ und mich dadurch loszuwerden. Ein kleines Vermögen später erzählte uns George, wie sie ihren Plan umsetzen wollen ... So kommt es nicht überraschend, daß der Geschäftsführer und die Schleimer-Truppe (unser Chef und der IT-Chef) bei uns erscheinen. "Ich wollte sie um einen kleinen Gefallen bitten", beginnt der Geschäftsführer freundlich. "Was kann ich für sie tun?" frage ich und bemerke einen leichten Anflug von Schleimerei bei mir. "Nun, es geht um den Computer-Kurs, an dem meine Enkel teilnehmen." erklärt er. "Aber sie sind doch viel zu jung, um schon Großvater zu sein." schmeichelt der IT-Chef. Der Geschäftsführer redet weiter: "Nun, die Kinder haben offenbar den Wunsch, die Theorie in der Praxis zu erleben. Und da dachte ich ..." "... daß wir ihnen zeigen könnten, wie ein echtes Computernetzwerk funktioniert." vollendet der PJ. "Genau." "Es wird uns eine Ehre sein." sage ich und übernehme die Führung beim Einschmeicheln. "Und ich kümmere mich um ein paar schöne Andenken, die Verpflegung und den Transport", setzt sich der PJ an die Spitze und erreicht mit einer Länge Vorsprung das Ziel, dicht gefolgt von mir und dem Chef. Zwei Tage später erscheint die Gruppe pickelgesichtiger Dreikäsehochs. Das halbe Haus ist auf den Beinen, denn es geht das Gerücht, daß man sich bei solcherlei Aktivitäten Freunde in den oberen Etagen machen kann. "Bevor wir beginnen, möchte ich ein wenig über die Sicherheitmaßnahmen in unserem Haus berichten." Der Geschäftsführer lächelt stolz, als er sieht, daß sein Nachwuchs bei mir in den besten Händen ist. Fünf Minuten später bereiten sich unsere Schüler darauf vor, die Vermittlung zu betreten, als ein lauter Schrei zu uns dringt. "Und schließlich", erkläre ich und entferne das Kabel, welches die Türklinke mit dem Transformator verband, "gilt unser Dank auch unserem Chef, der sich bereitwillig für diese Demonstration der Gefahren, die von elektrischem Strom ausgehen, zur Verfügung stellte." Ich öffne die Tür, um den Chef vorzustellen, der mit einem gehetzten Gesichtsausdruck und einem Haufen Zugangskarten für die IT-Abteilung, die wild um ihn herum verstreut sind, auf dem Boden sitzt. "Man kann nie vorsichtig genug sein." Der Chef wird zur Sanitäterin gebracht, die ihn schnell wieder aufpäppelt (und ihm wohl auch neue Unterwäsche gibt, wenn mich mein Geruchssinn nicht täuscht). Unterdessen gesellt sich der IT-Chef zu uns, als wir die Vermittlung ansteuern. Er starrt in Ehrfurcht auf die einzelnen Komponenten (von denen er ungefähr die Hälfte angeschafft hat), die wir unseren Besuchern erklären. Als wir in das Archiv für Software und Dokumente gehen, fordern wir sie auf, uns Fragen zu stellen. "Wofür sind diese Geräte da?" will der Nachkomme des Geschäftsführers wissen. "Das sind ein Reißwolf und ein Bandlöschgerät, die wir zur Vernichtung von Dokumenten benutzen. Wollt ihr sie ausprobieren?" Natürlich können einige es nicht erwarten, mit den Geräten zu spielen, also geben wir ihnen ein paar alte Videokassetten und einen Stapel Papier. "Und wofür ist dieser Fernseher?" will ein anderer wissen und zeigt auf den 29 Zoll-Monitor. "Das ist kein Fernsehgerät", gluckst der IT-Chef amüsiert. "Das ist ein Monitor für die Überwachungskameras." "Aber da ist doch ein Videorekorder angeschlossen." "Zur Aufzeichnung der Bilder der Kameraüberwachung, oder?" wendet er sich an mich. "Nun, für mich sieht das wie ein Fernseher mit einem Videorekorder aus. Ich frage mich noch immer, wieso sie das bestellt haben." "Bestellt?" taucht der PJ auf. "Er hat mich beauftragt, sie in seine Wohnung zu transportieren." "Sie haben es doch beantragt", verliert der IT-Chef langsam die Fassung. "Wofür eigentlich? Wie auch immer, ich habe Kopien aller Anträge. Ich hebe sie auf, bis die Anfrage erledigt ist. Dann werden sie vernichtet ..." Der IT-Chef stürzt im Superman-Modus los, versucht, einen hohen Kassettenstapel zu überspringen, und landet mit dem Gesicht voran auf dem Einzug des Reißwolfs. Kein schöner Anblick für unsere jungen Besucher, aber nicht so schlimm wie der Anblick des IT-Chefs, als die Messer des Reißwolfs zum Leben erwachen und sich über seine Krawatte hermachen ... Der PJ betätigt den Notschalter, um ihn vor weiteren Verletzungen zu bewahren, wobei freilich auch der Rückwärtsgang nun nicht mehr funktioniert. "Und wieder sehen wir, wie riskant es an unserem Arbeitsplatz zugeht." erkläre ich, während der IT-Chef versucht, sich mit rudernden Armen aus seiner Lage zu befreien. "Ein Reißwolf kann sehr gefährlich sein. Doch auch von einem Bandlöschgerät gehen gewisse Gefahren aus, wenn man eine Uhr trägt, deren Gehäuse nicht antimagnetisch beschichtet ist, wie wir dies bei unserem Vorgesetzten sehen." BZZZZZZZZZERT ... "Oh, oder wenn man eine Uhr trägt, die nur angeblich beschichtet wurde. Vielen Dank für diese eindrucksvolle Demonstration." Der Geschäftsführer lächelt zufrieden, weiß er doch, daß die jungen Besucher etwas gelernt haben. Normalzustand wiederhergestellt. |
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© Simon Travaglia, 01.10.1997, Übersetzung: thomas w., 2000. |
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