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| bastard operator from hell | ||
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Weihnachtsstimmung ...
Es weihnachtet sehr, so daß wieder einmal eine Beratung auf der Abteilungs-Ebene ansteht, an der wir teilnehmen MÜSSEN, um mögliche Ereignisse zu diskutieren. Seufz. "Nun", beginnt der Leiter der IT-Abteilung fröhlich. "Es ist zwar schon etwas spät, doch ich wollte mich noch einmal mit ihnen über ihre Weihnachtspläne unterhalten." "Ich könnte mit dieser netten jungen Frau aus der Abteilung für ausstehende Zahlungen an die Küste fahren." antworte ich - hauptsächlich um anzugeben. "NICHT diese Art von Plänen - Firmenpläne." schnapp der IT-Chef zurück. "An erster Stelle steht da die Weihnachtsfeier!" "Hört, hört!" ruft der PJ, der seit etwa neun Uhr ganz vom 'Geist' des Weihnachtsfests beherrscht wird, als er mit einem Kerl aus der Marketing-Abteilung und vier Flaschen billigen Weins loszog. "Ja", fährt der IT-Chef sichtlich genervt fort. "Und nach der Katastrophe im vergangenen Jahr ..." "Katastrophe?!" plappert der PJ. "Es war herrlich!" Der IT-Chef ignoriert ihn, und unterdrückt beim Gedanken an die Verwüstungen, die ein einziges Fläschchen Magnetkopfreiniger in einer sonst alkoholfreien Bowle anrichten kann, ein Schaudern. "NACH DER FEIER IM VERGANGENEN JAHR HABEN WIR DIE ART DER FEIER ZUR ABSTIMMUNG GESTELLT, und die meisten Stimmen gab es für das Indische Restaurant in der Brick Lane. 143 Stimmen!" "Offenbar ein beliebtes Lokal." kommentiere ich. "143 Stimmen von insgesamt 29 Mitarbeitern ..." erwidert er scharf. "SSEEHRRR beliebt, in der Tat." murmelt der PJ fröhlich. "Wie auch immer, die Wahl ist eindeutig, also treffen wir uns am heute gegen 19:00 Uhr dort." "CURRY!" freut sich der PJ. "Nun", fährt der IT-Chef fort, der es vorzieht, die Einwürfe des PJ zu überhören. "Nun kommen wir zum nächsten Punkt: Wer übernimmt den Bereitschaftsdienst über die Feiertage, falls unerwartete Schwierigkeiten auftreten sollten?" Der Chef blickt aus unerfindlichen Gründen in meine Richtung, so daß ich mich verpflichtet fühle, ihm zu antworten und meine Schwierigkeiten zu erläutern. "Etwa zu den üblichen Bedingungen - dreifacher Stundenlohn, mindestens drei Stunden abrechenbare Arbeitszeit pro Einsatz, freie Verpflegung und Reisekostenerstattung sowie eine Gutschrift der Arbeitszeit?" "Doppelter Lohn für Arbeits- und Anreisezeit, keine Mindestarbeitszeit, keine freie Verpflegung, Reisekostenerstattung oder Zeitgutschrift." bietet der IT-Chef an. "Ah, nun", erwidere ich. "Dann stehe ich wahrscheinlich nicht zur Verfügung - ein Todesfall in der Familie." "Was?" "Es ist Weihnachten, sie kennen das doch - große Familientreffen ... der ganze Kram eben. Da muß zwangsläufig etwas passieren, wenn die Büchse der Pandorra erst einmal geöffnet wurde ..." "... jjjaaaaahhhh, richtig ... Und sie glauben, daß ein dreifacher Stundenlohn das verhindern könnte ... wie ... ähh ... soll das gehen?" "Durch die erhöhte Zufriedenheit. Ich wäre fröhlicher, sie wären fröhlicher, also kommt es mit geringerer Wahrscheinlichkeit zu einer ... Tragödie." "Ich verstehe. Und da es sich ja nur um Planungen für Notfälle handelt, bin ich ausnahmsweise einverstanden." "Ausgezeichnet", rufe ich aus und nehme mir vor, den Web-Server so zu programmieren, daß er an jedem Ferientag abstürzt und automatisch neu gestartet wird, es aber so aussieht, als geschähe dies manuell. "TROTZDEM, wir sollten genau definieren, welche Fälle als wirklich KRITISCH zu betrachten sind." Wirft er, der gar nicht so dumm ist wie er aussieht, ein. "E-Mail", murmelt ein namenloser Kretin von der Nutzer-Betreuung, der den blick kaum von seinem PDA lösen kann. "Wir müssen per E-Mail in Kontakt bleiben können ..." "In Ordnung. E-MAIL - was sonst?" "Die Server der Buchhaltung - damit die Gehälter überwiesen werden?" schlage ich vor. "Richtig!" stimmt der IT-Chef zu und kritzelt begeistert mit. "Der Web-Server, damit die Welt weiß, daß wir noch im Geschäft sind?" "Hmmm ..." "Der Unreal Tournament Server", schlägte der PJ vor. "Ahmm - wofür brauchen wir den denn?" "Das ist der Rechner, den wir nutzen, um die Belastung unseres Netzwerks unter realen Bedingungen zu simulieren." antworte ich. "Gut. Noch weitere Vorschläge?" Niemand regt sich ... Bevor wir zu den wirklich lustigen Themen kommen - etwa die Formulierung der Weihnachtsgrüße an die Mitarbeiter oder die persönlichen Botschaften des Geschäftsführers -, melden sich unsere Piepser. "Wenn sie uns bitte entschuldigen würden", erkläre ich. "Wir scheinen ernste Probleme zu haben." ... Zwei Minuten später ... "Wunderbar!" freut sich der PJ, als wir den Wagen mit der Post durchstöbern. "Wonach suchen wir eigentlich?" "Nach Paketen, die aussehen, als enthielten sie Flaschen, die an den Chef oder Abteilungsleiter gerichtet sind. Die doppelte Punktzahl gibt es, wenn der Absender ein Lieferant und die Sendung versiegelt ist. Die wirklich guten Geschenke treffen bekanntlich immer spät ein ..." ... Vier Pakete später ... "Gut, wir haben eine Flasche Whiskey und ein paar Weine. Jetzt müssen wir nur noch den billigen verdünnten türkischen Abflußreiniger in die Flaschen füllen und die Pakete wieder verschließen." ... Vier Umfüllaktionen und ein paar Stunden später in der Brick Lane ... "... und als Zeichen der Anerkennung habe ich beschlossen, diesen türkischen ... Wein zu stiften", spielt der Chef den Weihnachtsmann, nachdem er einen Schluck von dem erwähnten Getränk genommen hat. "Ich hätte gern ein paar Eisvögel für mich und meinen Assistenten", teile ich dem Kellner etwas später mit. "Und dann wollte ich sie noch an unsere Sonderbestellung erinnern ..." [Der nächste Tag] "Also sind nur noch wir übrig?" murmelt der PJ und schaut sich in den freien Büros um. "Nein. Der Chef hat es auch irgendwie geschafft", antworte ich. "Aber er ist vor 20 Minuten in der Toilette verschwunden. Und zwei Minuten nach seiner Rückkehr erneut. Weitere zwei Minuten dauerte es, um wieder zu verschwinden. Wenn sie aufmerksam lauschen, können sie ihn noch jammern hören. Es gibt noch 26 Krankmeldungen. Eine Epidemie!" "Und was werden wir tun?" fragt der PJ "Neben dem Warten auf die Postzustellung? Und ein paar Runden Unreal Tournament?" "Ja." "Nun, es gibt noch 27 Weihnachtsgeschenke, die niemand abgeholt hat ..." "Natürlich!" |
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© Simon Travaglia, 27.12.2002, Übersetzung: thomas w., 2003. |
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