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| bastard operator from hell | ||
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Der B.O.F.H. und die Nigeria-Connection ...
Lieber Leser, gestatten Sie mir, daß ich Ihnen ein geschäftliches Angebot unterbreite, das für alle Beteiligten sehr vorteilhaft ist. Ich habe Ihren Namen und Ihre Adresse aus der groooßen Datenbank der Leser dieser Kolumne ausgewählt, die sonst dazu genutzt wird, unaufgefordert Werbung auszusenden und die Chefs verzeifeln läßt, weil deren Untergebene auf Firmenkosten die Zeit nach der Mittagspause im WWW verbringen. Ich habe viele Informationsquellen im WWW genutzt, einige Suchmaschinen, ein Programm, das selbsttätig das WWW durchsucht, und 321 Pornographie-Angebote. Sie alle waren sich darin einig, daß Sie eine zuverlässige und ehrenwerte Person sind - von ihrer Vorliebe für Esel und Tomatenketchup abgesehen. Aus diesem Grund glaube ich, daß ich Ihnen - und nur Ihnen - meine wahre Identität offenbaren kann. Ich bin der PJ, auch bekannt als der Pickelgesichtige Jüngling, der Assistent des B.O.F.H. Sie wissen sicher, daß der B.O.F.H. eine sehr wohlhabende Person ist, die sich durch Diebstahl, Lügen, Tricks und Erpressung verschiedene Beraterposten erschlichen hat, einschließlich des Postens, den er jetzt bei einem sehr reichen Unternehmen besetzt. Gegenwärtig hat der B.O.F.H. in einen ausgedehnten Urlaub angetreten unter dem Vorwand, eine wirklich fehlerfreie Version des Internet Explorers zu suchen. Mit seiner Rückkehr wird in ein paar Jahren gerechnet. Bevor er jedoch die Firma verließ, hat er einen großen Betrag seines Vermögens in einem Raum im Kellergeschoß der Zentrale deponiert. Um Ahnungslose abzuschrecken, hat er die Tür sorgfältig beschriftet. (Zum Beispiel: "Tonbandmitschnitte: Larry Ellisson über die Zukunft der Rechentechnik, Bill Gates über die Ziele von Microsoft, Richard Stallman über Freibier".) Nach vorsichtigen Schätzungen hat der hinterlegte Betrag einen Umfang von einigen Tausend britischen Pfund oder mehreren Billionen türkischer Lira (oder inflationsbedingt ein paar Trillionen türkische Lira, wenn Sie diese Zeilen in einigen Wochen lesen). Nur ich weiß, wo das Geld versteckt ist, da der B.O.F.H. bis 16:58 Uhr gewartet hat, als niemand sich mehr im Gebäude aufhielt (und bevor die Alarmanlage aktiviert wurde), um es zu deponieren. Nun suche ich einen Partner, der mir hilft, diese unrechtmäßig erworbenen Summen in sehr lukrative Anlagen zu investieren. Ich bitte deshalb um Ihre großzügige Unterstützung auf die folgende Weise, damit ich sein Geld Ihnen übertragen kann, um es zu investieren: Sie dienen als Treuhänder seines Geldes, bis ich es aus seinem Lager transferieren kann (in unauffälligen Koffern). Sie kümmern sich um meine Unterkunft, Verpflegung und Unterhaltung, da es gefährlich für mich sein kann, wenn ich vor dem Abschluß des Transfers in meiner Heimatstadt gesehen werde. Für Ihren Aufwand und Ihre Unterstützung bin ich bereit, Ihnen die Hälfte - das sind 50 Prozent - des Inhalts aller Geldkoffer zur freien Verfügung zu stellen. Sie stimmen mir bestimmt zu, daß dies ein lukratives Angebot ist, in dessen Genuß nicht jeder kommt. Sollten Sie an dieser Unternehmung partizipieren und mich unterstützen wollen, sichere ich Ihnen zu, daß alles nur wenige Wochen dauern und natürlich unter Wahrung größter Vertraulichkeit abgehandelt wird. Ob sie Ihr Finanzamt über Ihre Gewinne informieren, liegt dabei allein in Ihrem Ermessen. Ich freue mich darauf, mit Ihnen in der nächsten Zeit mittels E-Mail über dieses begeisternde Angebot zu korrespondieren - noch einmal möchte ich aber darauf hinweisen, daß wir die Vertraulichkeit wahren, da mein VORGESETZTER sich sehr davor fürchtet, etwas von seinem Geld zu verlieren. Sollte er etwas von unserem Vorhaben erfahren, wird er reagieren, und zwar prompt und schmeeeerrrrzziaaaaaahhhh ... |
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© Simon Travaglia, 21.11.2002, Übersetzung: thomas w., 2003. |
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