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| bastard operator from hell | ||
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Bastardman und Robin ...
Der PJ und ich sind gerade auf einer dieser langweiligen Empfänge, für die uns ein Zulieferer Einladungen geschickt hatte, als ich am Himmel in den Wolken das gehörnte Telefon sehe, was nur eines bedeuten kann - Commissioner Gordon braucht unsere Hilfe. Ich signalisiere dem PJ unauffällig, daß wir gebraucht werden, indem ich mein Getränk über seinen Rücken vergieße. Als das nicht hilft, zeige ich ihm das Symbol in den Wolken. Im Büro angelangt schiebe ich zwei Finger in die Nase der Bill Gates-Büste in der Ecke, drücke den Kopf nach hinten, um einen roten Knopf zum Vorschein zu bringen - den ich sofort betätige -, damit sich eine geheime Tür öffnet, die den Weg freigibt zu einem Güteraufzug, der verbunden ist mit einem Unter-Unter-Unter-Geschoß, dessen Existenz nur dem PJ, mir und ein paar bedeuernswerten Leuten bekannt ist, deren Namen bei Tageslicht lieber nicht ausspricht. Ohne zu zögern schlüpfen wir in unsere Verbrechensbekämpfungs-Anzüge (Jeans, T-Shirt, Doc Martins & und eine Flasche Brut 33 [für Notfälle]). "Zum Bastardmobil!" rufe ich und deute auf das vollständig verchromte Äußere unseres Ford Granada, unter dessen Haube ein 454er Motor steckt. Ich starte die Maschine, die beim siebten Versuch anspringt, und bemerke die Flammen, die aus dem Auspuffrohr schlagen, was verschiedenes bedeuten kann: Die Zündung ist bei einer Schießerei getroffen worden, der Schalldämpfer auch und hochoktaniges Flugbenzin nicht unbedingt sicher ist. Das Auto bewegt sich nicht von der Stelle. (Und ich sollte vielleicht besser das Benzinfaß in der Nähe des Auspuffs wegrollen.) Nun, einen wirklich guten B.O.F.H. kann sowas nicht abschrecken, ich starte und wir rasen durch sich geräuschlos öffnende und schließende U-Bahn-Türen auf eine Seitenstraße. ... eine kurze Titelmelodie und ein Stundenglas-Symbol später ... "Bastardman!" ruft der Chef, als wir mit der Grazie und der Sorglosigkeit eines Unfallfahrers einparken - was tatsächlich ein Unfall ist, da ich irrtümlich in der Ölstandsanzeige einen Bord-Computer vermutete. "... und Robin!" Der PJ und ich nicken gleichzeitig und schlüpfen durch den Hintereingang. Nein, nicht in den des Chefs, egal, was in den Hochglanzmagazinen steht. "Wo liegt das Problem, Commissioner?" frage ich, als wir sein Büro betreten und genehmige mir eine seiner kubanischen Zigarren. (Ich rauche sie nicht, aber wenn sie einem angeboten werden, fühlt man sich verpflichtet zuzugreifen.) "Es ist unser alter Erzrivale!" antwortet Commissioner Gordon. "Er ist wieder da und verursacht Probleme!" "Oh, nicht SCHON WIEDER eine neue Sicherheits-Aktualisierung für den IE!" ruft der PJ. "Sie hatten versprochen, bei 4.000 aufzuhören!" "Nein, nicht das!" erwidert der Commissioner. "Der Frager?" fragt der PJ in der Erinnerung an einen Feind, der so lästig war, daß wir ihn für lange, lange Zeit ruhiggestellt haben. "Nein, nein", schüttelt der Commissioner ernst den Kopf. "Nein, wir hatten keine ´Sind sie sicher, daß sie die Dateien löschen wollen?´-Dialoge mehr, seit sie diesen Schurken besiegt haben!" "Formatier-Man?" fragt der PJ. "Nein, wir sind nur in Outlook dazu gezwungen, HTML-formatierte Nachtrichten zu verfassen. Egal, ob das ein Sicherheitsproblem darstellt." "Nun, dann ist doch alles in ... NEIN!" "Doch!" "Aber er ist doch tot!" "Das dachten wir, aber ..." "VERDAMMTE-INSTALLATIONS-PROZEDUR-DIE-SERVICE-ANFRAGEN- OHNE-ENDE-VERURSACHT!" ruft der PJ, steckt sich eine Zigarre an und greift zu einem Bier - er muß ja nicht fahren. Angesichts des Wracks draußen genehmige ich mir auch eine Flasche. ... drei Stunden später ... "Sie sagen also, daß, wenn man einen PC zwanzigmal mit einem Hammer ..." murmelt der Chef und gestikuliert mit seinem halben Döner, um seine Rede visuell zu unterstützen. "Sie sind ..." "Sie sind gerade dabei, die später nicht mehr änderbaren Einstellungen vorzunehmen", vollende ich und greife nach dem zehnten Bier. "Aber wird das nicht nur irgendwo gespeichert?" "So ist es, aber es kann nicht mehr ENT-speichert werden, weshalb die Einstellung nicht mehr geändert werden kann." "Ah, verstehe!" ruft der Chef. "Ich sehe aber keinen Zusammenhang mit SCHROTT-INSTALLIER-MAN!" unterbricht der Commissioner uns. "Während wir hier reden, wandert sucht er wahrscheinlich die Stadt heim und führt unvollständig dokumentierte personalisierte Installationen durch und entfernt Schlüsselkomponenten des Betriebssystems." "Sie meinen den IE, ohne den Windows nicht mehr läuft?" schlägt der Chef vor. "Nein, SCHLÜSSEL-Komponenten. Wie auch immer, sie scheinen nicht sehr besorgt zu sein, Bastardman ...?" "Ich bin nicht besorgt. Ich habe eine Falle ausgelegt, in die er sicher tappen wird." "Ah, sie haben einen PC genommen, das Betriebssystem entfernt und ihn irgendwo in einem Büro in der Stadt abgestellt, von dem sie WISSEN, daß Schrott-Installier-Man ihn finden und sein teufliches Werk tun wird!?" "Nein, ich meinte, ich habe ein paar Abdeckplatten von den Kabelschächten im Rechnerraum entfernt. Dann habe ich noch die Sicherung für die Beleuchtung beseitigt. Er kann gar nicht entkommen." ... ein *KRACH!!!* (das den gesamten Bildschirm füll und von einer Fanafare im Hintergrund begleitet wird) später ... "Ich glaube wir haben ihn, Bastardman!" ruft der Chef. "Und nun können wir den fiesen Gangster endlich demaskie ..." <HEUL!> <HEUL!> Ich wache aus meinem Schlaf auf, der Feueralarm ist ausgelöst, und der PJ schüttelt mich kräftig. "Was?" frage ich. "Sie sind nach dem Mittagessen im Pub eingeschlafen!" ruft der PJ. "Und der Chef ist gerade in einen der Kabelschächte gestürzt, weil im Rechnerraum das Licht ausgefallen ist. Dabei ging seine Kaffee-Tasse zu Bruch und der Kaffee hat den Wassereinbruchs-Detektor ausgelöst." "Was hat er im Rechnerraum gemacht - mit oder ohne Kaffee?" "Er wollte sich eine Kopie der Windows 2000-Installations-CD ausleihen?" "Ah. Stimmt! Also war es ZUM GROSSEN Teil ein Traum." "Was?" "Oh, nichts." Manchmal sind Träume so real, daß man sogar das Bier schmecken kann ... |
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© Simon Travaglia, 20.03.2002, Übersetzung: thomas w., 2002. |
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